Ich habe bewußt auf Tempoangaben verzichtet. Zum Einen kannst Du bei den Aufnahmen einen Eindruck von dem Tempo bekommen, zum Anderen ist es mit dem Tempo wie bei der Artikulation und der Dynamik: Geschmacksache!

Tempo

Ich habe bewußt auf Tempoangaben verzichtet. Zum Einen kannst Du bei den Aufnahmen einen Eindruck von dem Tempo bekommen, zum Anderen ist es mit dem Tempo wie bei der Artikulation und der Dynamik: Geschmacksache!
Die Tempi auf den Aufnahmen sind nach meinem Geschmack gewählt. Wenn Du es schneller oder langsamer kennst oder besser findest, dann spiele es in Deinem Tempo.

Vergleichst Du die Aufnahmen mit den Noten, hörst Du, dass bei manchen Liedern viel öfter ein ritardando (langsamer werden, verzögern) gespielt wird, als es notiert ist. Ritardando ist ein gutes Stilmittel, um zum Beispiel einzelne Strophen voneinander zu “trennen”. Am Schluß eines Liedes ist es ein toller musikalischer Effekt. Wann und wie Du ein ritardando einsetzt, ist mal wieder reine Geschmacksache. Es gilt aber die Regel: “weniger ist mehr”.

Es stellen sich die Fragen:
Was ist “kurz” und/oder was ist “breit”?
Was ist laut, was ist leise?
Was ist schnell, was ist langsam?

Na ja, das ist das “Geheimnis” des musizierens… der persönliche Geschmack… das ist, was es unter anderem ausmacht, dass ein und dasselbe Lied von unterschiedlichen Interpreten gespielt, “anders” klingt.

Denk immer daran: Du spielst keine Noten, sondern Töne!

Ob Du einen Ton oder eine Melodie lauter oder leiser, schneller oder langsamer, kurz oder sehr kurz spielst, macht DICH aus!

Das nennt man Interpretation, und genau das ist es, was das Musizieren ausmacht und so viel Spaß bereitet!

Noten sind nur der Versuch Musik aufzuschreiben!
Noten klingen nicht… der Spieler bringt Lieder zum klingen! Wie und auf welche Weise ist der persönliche Geschmack des Spielers. Ob die Interpretation seinem Publikum gefällt oder begeistert, entscheidet wiederum der Geschmack… des Zuhörers.